Konvekta-C.H.Schmitt-Stiftung

Gezielte Artenschutzmaßnahmen: Lebensräume für Mauswiesel und Hirschkäfer auf der Streuobstwiese

 

Am Gründonnerstag wurde auf der Streuobstwiese ein weiterer gezielter Beitrag zum Artenschutz umgesetzt. Mit dem Bau eines Mauswieselhaufens sowie dem Beginn der Arbeiten an einer Hirschkäferwiege stehen zwei besonders schützenswerte Tierarten im Fokus der aktuellen Maßnahmen.

Das Mauswiesel, als kleinster heimischer Marder, ist auf strukturreiche Landschaften mit ausreichend Versteck- und Jagdmöglichkeiten angewiesen. Durch den zunehmenden Verlust solcher Strukturen in der Agrarlandschaft sind geeignete Lebensräume selten geworden.

Um hier gezielt entgegenzuwirken, wurde zunächst eine Mulde ausgehoben und mit Drainagekies befüllt. Diese sorgt für ein trockenes und geschütztes Umfeld – eine wichtige Voraussetzung für die Nutzung durch das Mauswiesel.

 

Anschließend wurde trockenes Heu als isolierende Schicht eingebracht. Der darauffolgende Aufbau mit armdicken Ästen bildete die stabile Grundstruktur des Haufens. 

 

Ein festes Dach sowie ergänzende, feinere Äste sorgen für zusätzliche Deckung und schaffen vielfältige Versteckmöglichkeiten.

 

Der fertige Mauswieselhaufen bietet nun nicht nur dem Mauswiesel einen geeigneten Lebensraum, sondern unterstützt auch zahlreiche weitere Arten, indem er wichtige Strukturen und Rückzugsorte innerhalb der Streuobstwiese schafft.

Parallel dazu wurde bereits mit den Vorbereitungen für die sogenannte Hirschkäferwiege begonnen. 

Der Hirschkäfer zählt zu den größten heimischen Käferarten und ist in seinem Bestand stark gefährdet. Seine Larven entwickeln sich über mehrere Jahre hinweg im Totholz, insbesondere in unterirdischen Wurzelbereichen.

 

Um diese besonderen Anforderungen zu erfüllen, wurde mit dem Nachschachten – vollständig in Handarbeit – begonnen. Ziel ist es, einen geeigneten Brutraum zu schaffen, der den Larven optimale Entwicklungsbedingungen bietet und so langfristig zur Stabilisierung der Population beitragen kann.

Mit diesen Maßnahmen wird die Streuobstwiese gezielt als Lebensraum für spezialisierte und schützenswerte Arten weiterentwickelt. Gleichzeitig leisten sie einen wichtigen Beitrag zur ökologischen Aufwertung und zur Förderung der biologischen Vielfalt in der Kulturlandschaft.

 

Fotos: Grün.Land


Streuobstwiese nimmt weiter Gestalt an:

Zentrale Fläche fertiggestellt und erste Naturerfolge sichtbar

Nachdem im Januar bereits die Benjeshecke auf unserer Streuobstwiese angelegt wurde, gehen die Arbeiten nun sichtbar in die nächste Phase über. Der Forst- und Umweltdienst hat die zentrale Fläche der Wiese fertiggestellt, die künftig als Ort der Begegnung und des Verweilens für Besucher dienen soll.

Im Zuge der Maßnahmen wurden die Kanten sorgfältig abgestochen, Natursteine aufgeschichtet und eine sogenannte „Bienenkante“ angelegt, die zusätzlichen Lebensraum für Insekten schafft. Ergänzend dazu wurde eine Nachsaat ausgebracht, um die Fläche weiter ökologisch aufzuwerten und die Entwicklung einer artenreichen Vegetation zu fördern.

Die positiven Effekte lassen nicht lange auf sich warten: Erste tierische Besucher haben die Streuobstwiese bereits für sich entdeckt. Deutlich erkennbare Rehspuren zeugen davon, dass das Gelände zunehmend in das natürliche Umfeld eingebunden wird.

Damit die frisch gepflanzten Gehölze und Bäume dennoch ungestört anwachsen können und vor Verbiss geschützt sind, wurden zusätzliche Schutzzäune errichtet. So wird sichergestellt, dass sich die jungen Pflanzen stabil entwickeln und langfristig zur ökologischen Vielfalt der Streuobstwiese beitragen können.

 


Arbeiten auf der Streuobstwiese schreiten weiter voran – Bau der Benjeshecke gestartet

 

Die Arbeiten auf der Streuobstwiese schreiten kontinuierlich voran. Nachdem bereits zahlreiche Obstbäume und Sträucher gepflanzt wurden, konnte nun ein weiterer wichtiger Schritt zur ökologischen Aufwertung der Fläche umgesetzt werden: der Bau einer Benjeshecke. Bei klarem, blauem Himmel und kalten Januartemperaturen starteten die Arbeiten planmäßig. 

Den Auftakt bildete die Materialsammlung. Mit dem LKW wurde hierfür geeigneter Gehölzschnitt aus der Umgebung zusammengetragen. Dabei handelte es sich vor allem um Äste, Zweige und Stammstücke aus Pflege- und Rückschnittmaßnahmen, die andernfalls entsorgt worden wären. Dieses natürliche, unbehandelte Holzmaterial bildet die Grundlage für die Benjeshecke und leistet einen wertvollen Beitrag zur nachhaltigen Nutzung vorhandener Ressourcen. 

Nach der Anlieferung wurde das Material zunächst am Rand der Streuobstwiese zwischen-gelagert. Von dort aus erfolgte der schrittweise Transport an den vorgesehenen Standort der Benjeshecke. Zwischen stabilen Holzpfosten wurde das Schnittgut locker aufgeschichtet. Diese Bauweise sorgt für zahlreiche Hohlräume und Strukturen, die im Laufe der Zeit weiter zusammensacken, sich begrünen und durch natürliche Prozesse verändern und neuen Lebensraum bietet.

Benjeshecken gelten als besonders wertvolle ökologische Elemente in der Kulturlandschaft. Sie bieten Schutz-, Brut- und Nahrungsräume für viele Tierarten, darunter Vögel, Insekten, Amphibien und Kleinsäuger. Gleichzeitig fördern sie die Ansiedlung heimischer Pflanzen, wirken als Wind- und Erosionsschutz und tragen zur Vernetzung verschiedener Lebensräume bei. 

Mit dem Bau der Benjeshecke wird die Streuobstwiese nicht nur strukturell ergänzt, sondern ökologisch deutlich aufgewertet. Sie entwickelt sich Schritt für Schritt zu einem vielfältigen Lebensraum, der Artenvielfalt fördert und nachhaltige Landschaftsgestaltung erlebbar macht. Die weiteren Arbeiten auf der Fläche werden in den kommenden Wochen fortgesetzt.

 


Die neue große Densberger Streuobstwiese wächst

Wer je einen Baum gepflanzt hat, weiß, welche Knochenarbeit das ist. Henning Ulmer, Carola Drüsedau, Brian Harder, Jan Altrichter und Bill Kreutel (von links) vom Forst- und Umweltdienst Borken haben jetzt über 40 Bäume und 100 Büsche auf der Densberger Streuobstwiese der Konvekta - C.H. Schmitt Stiftung aus Schwalmstadt gepflanzt.

Quelle: HNA


Die ersten Bäume schlagen Wurzeln

Die neue große Streuobstwiese der Konvekta - C.H. Schmitt-Stiftung in Densberg nimmt Gestalt an

Densberg/Schwalmstadt – Diese Arbeit ist eine ganz schöne Plackerei: Mitarbeiter des Forst- und Umweltdienstes Borken haben jetzt 100 Büsche und 40 Bäume auf der neuen Densberger Streuobstwiese der Konvekta - C.H. Schmitt Stiftung aus Schwalmstadt gepflanzt.

 

Früher hat man Plastikrohre zur Entwässerung gelegt, aber wir wollen kein Plastik ins Erdreich einbringen. 

Carola Drüsedau, Obstgehölzpflegerin

Dabei war jede Menge Körpereinsatz nötig, um die tiefen Pflanzlöcher zu graben, denn der Boden auf der knapp 1,4 Hektar großen Fläche am Densberger Ortsausgang ist extrem schwer, lehmig, wasserhaltig und feinporig. „Im Winter erinnert er ein bisschen an Knete und im Sommer an Beton“, sagt Obstgehölzpflegerin Carola Drüsedau. Also ackerten die Männer im Wortsinne mit den Spaten die Schollen auf dem Feld hoch, um Äpfel-, Birnen-, Mirabellen-, Kirsch- und Walnussbäume in die Erde zu bekommen. Viele Setzlinge wanderten immer gemeinsam mit Drainageschläuchen aus Jute in die Erde. „Früher hat man Kunststoffrohre zur Entwässerung gelegt, aber wir wollen kein Plastik ins Erdreich einbringen“, sagt Drüsedau. Nun kamen mit jedem Setzling drei längliche Säcke mit in den Boden. Dessen Inhalt: Kleine Kugeln aus Blähton, schwarzes Vulkangestein, das Wasser aufnehmen kann. Doch beim Setzen auf der Wiese geht es nicht nur ums Problem Wasser, sondern auch um Wühlmäuse – die eine große Plage sind. Mitarbeiter Bill Kreutel legte deshalb verzinktes Drahtgitter ins Pflanzloch, stieg hinein und stampfte es fest. Dann wurden Kieselsteine und Erde rund ums Gitter gelegt, das Bäumchen mitten rein gepflanzt. Es ist ein Versuch, die Nager vom Wurzelwerk fernzuhalten. Das gelingt nicht immer, erst neulich ist ein 15 Jahre alter Apfelbaum auf der benachbarten Streuobstwiese von Carola Drüsedau eingegangen, weil die Wühlmäuse seine Wurzeln angefressen hatten. Nicht umsonst hat Carola Drüsedau einen großen Mauswiesel-Hügel mit Holz und Steinen angelegt: Dort soll sich, so die Hoffnung, die extrem seltene und genauso nützliche Marderart des Mauswiesels ansiedeln und von dort aus auf Jagd nach den Schädlingen gehen.

 

Obst, das man schon seit 1000 Jahren kennt

Doch die Bäume samt ihren Pfählen und Schutz vor Wildverbissen sind nicht die einzigen Neuerungen, die die Konvekta - C.H. Schmitt Stiftung auf der von ihr erworbenen Fläche vorgenommen hat: Es gibt dort nun eine Abstellfläche für Fahrzeuge der Firmen, Seminarteilnehmer und Wanderer, die ab der Streuobstwiese in die Natur starten. Auch das Plateau ist bereits errichtet, das in der Mitte der Wiese Zusammenkünfte ermöglichen soll, genau wie der Sitzplatz im unteren Bereich der Wiese samt Bank und Informationsständen. Außerdem ist die Wiese bereits mit einer regionalen Mischung aus Gräsern und Kräutern eingesät. Die Bäume, die noch hinzukommen, stellen Obst aus den vergangenen 1000 Jahren in den Mittelpunkt. So wie den Edelborsdorfer Apfel, der tatsächlich schon seit 1175 bekannt ist und Mispeln, die bereits seit 1000 Jahren angepflanzt werden. Der Startschuss für die ökologische Fläche ist also gefallen. Die Konvekta - C.H. Schmitt Stiftung übernimmt die Kosten für Planung, Pflanzung, Arbeiten. Deren Ziel: Auf der großen Fläche soll ein Stück Natur entstehen, das das immaterielle Unesco-Kulturerbe der Streuobstwiese bereichert. Auch der erste Teil des Jahreskurses, der sich rund um Pflege und Schnitt, Streuobstpädagogik und Sortenkunde dreht, hat bereits begonnen. Damit ist klar: Die Natur hat mit der Konvekta - C.H. Schmitt Stiftung einen starken Partner.

Quelle: HNA


Streuobstwiese nimmt Gestalt an – Zahlreiche Bäume und Sträucher gepflanzt

Die Arbeiten an der neuen Streuobstwiese schreiten sichtbar voran: Nachdem die Fläche in den vergangenen Wochen sorgfältig vorbereitet und der Boden optimal hergerichtet wurde, konnten nun die ersten umfangreichen Pflanzarbeiten erfolgreich abgeschlossen werden.

Ein wahres Füllhorn an traditionellen und seltenen Obstgehölzen bereichert nun das Gelände. Insgesamt wurden vielfältige Baum- und Straucharten gesetzt, darunter Birnen, Äpfel, Mirabellen, Esskastanien, Mispeln, Pflaumen, essbare Eberesche, Süßkirschen, weiße Maulbeere, Schwarzer Holunder, Walnüsse, Brombeeren, Apfelbeeren, Haselnuss, Kornelkirsche und Felsenbirne. Mit dieser Vielfalt entsteht Stück für Stück ein artenreicher Lebensraum, der nicht nur verschiedenen Tierarten zugutekommt, sondern auch ein lebendiges Abbild traditioneller Kulturlandschaften darstellt.

Im letzten Schritt werden in den kommenden Tagen noch mehrere Dreiböcke gesetzt, die jungen Hochstämmen zusätzlichen Halt geben und deren gesundes Wachstum unterstützen.

Damit nimmt die Streuobstwiese nun sichtbar Gestalt an. Die Mischung aus alten Sorten, regionaltypischen Gehölzen und naturnahen Strukturen schafft ein wertvolles Biotop – ein Ort, an dem Natur, Artenvielfalt und Landschaftspflege Hand in Hand gehen.


Ein blühendes Stück Natur entsteht

Konvekta - C. H. Schmitt-Stiftung legt in Densberg eine 1,3 Hektar große Streuobstwiese an

So mancher Densberger wird schon gerätselt haben, was da am Ortseingang in Richtung Schönstein gebaggert und gewerkelt wird: Dort schafft die Konvekta - C.H. Schmitt-Stiftung zurzeit die Voraussetzungen für eine 1,3 Hektar große Streuobstwiese. Zusammen mit den angrenzenden Flächen von Obstgehölzpflegerin Carola Drüsedau entsteht so ein großer Biotopverbund in Sachen Streuobstwiesen.

In den kommenden drei bis fünf Jahren soll dort die Natur aufblühen, eine große bunte naturnahe Wiese entstehen: Obstbäume und Wildgehölze werden gepflanzt, Lebensräume für Mauswiesel durch Todholzbereiche gebaut, Steinhaufen für Kleintiere aufgeschichtet und sogar ein großes Loch im Boden für eine Hirschkäferwiege geschaffen.

In dieser Zeit stehen dann auch viele Bildungsangebote an. Die Konvekta - C.H. Schmitt-Stiftung bietet ab Ende November einen kostenlosen Jahreskurs zum immateriellen Unesco-Kulturerbe Streuobstwiese. Vorkenntnisse sind nicht notwendig, wohl aber ein großes Interesse an der Natur – und der Spaß daran, das Erlernte mit anderen zu teilen, das Wissen also weiter zugeben. Die sechs Module von November 2025 bis Oktober 2026 finden in Densberg in der Grünland-Akademie von Obstbaumwartin Carola Drüsedau statt.

Es ist also ein dickes Paket in Sachen Natur, das die Konvekta - C.H.Schmitt-Stiftung da schnürt. Das auf Informationen, Wissen, Klima- und Umweltschutz baut, Tier und Natur in den Mittelpunkt stellt. Zurzeit werden die Vorbereitungen geschaffen: Auf den Flächen, die die Stiftung bei Densberg gekauft hat, wurde noch im Sommer die Ernte eingefahren. Jetzt werden die Böden der ehemaligen Äcker bearbeitet und eine regionale Saatgutmischung aufgebracht, die an die Bedürfnisse der Insekten angepasst ist.

Streuobstwiese in Densberg: Biotopverbund soll entstehen

Im mittleren Bereich wird ein Plateau errichtet, das Platz für Veranstaltungen bietet, im unteren Bereich entsteht ein Rastplatz samt Bank und Informationen für Spaziergänger und Radfahrer, unten am Weg wurden gerade Parkplätze vorbereitet. Alte Obstsorten, Feldholzhecken werden gepflanzt, eine Behausung für das Mauswiesel gebaut, Blühstreifen angelegt, Bildungsangebote gemacht, eine Hirschkäferwiege mit Eichenrundhölzern geschaffen – die Stiftung hat im Wortsinne viel Natürliches vor.


Ab Ende November startet in Densberg ein kostenloser Jahreskurs zum Unesco-Kulturerbe Streuobstwiese – ohne Vorkenntnisse.

Der kostenlose Jahreskurs vermittelt viel

Der kostenlose Jahreskurs der Konvekta - C.H. Schmitt Stiftung aus Schwalmstadt vermittelt den Teilnehmern an sechs Wochenend-Modulen Wissen rund um Pflege und Schnitt von Ostbäumen, Bodenkunde, Wiesenökologie, Nützlinge, Streuobstpädagogik, Sortenkunde. Die Kurse finden im Seminarraum der Grünland-Akademie und auf der Streuobstwiese in Densberg statt. Kontakt: Bewerbungen an Carola Drüsedau per E-Mail, info@gruenland.de