Frühlingsstart auf der Streuobstwiese – Zweites Modul des Jahreskurses begeistert Teilnehmende
Unter strahlend blauem Himmel und bei frühlingshaften Temperaturen trafen sich die Teilnehmenden des Jahreskurses „Streuobstwiese – Multiplikatoren“ am 7. und 8. März erneut in Densberg. Nach dem erfolgreichen Auftakt im vergangenen Modul stand diesmal vor allem eines auf dem Programm: praktische Arbeit auf der Obstwiese.
Nach einer kurzen theoretischen Einführung durch Kursleiterin Dipl.-Ing. Carola Drüsedau ging es direkt hinaus ins Freie. Zwischen Obstbäumen, Leitern und Werkzeugen beschäftigten sich die Teilnehmenden intensiv mit zwei zentralen Themen der Streuobstpflege: der Pflanzung junger Obstbäume und dem fachgerechten Altbaumschnitt.
Schritt für Schritt wurde erklärt, wie ein Obstbaum richtig gepflanzt wird – von der Vorbereitung der Pflanzgrube über das Einsetzen des Baumes bis hin zur sicheren Befestigung und dem Schutz vor Wildverbiss. Anschließend ging es an ältere Obstbäume. Hier zeigte Carola Drüsedau, wie durch einen gezielten Altbaumschnitt die Krone ausgelichtet, Totholz entfernt und die Vitalität des Baumes langfristig erhalten werden kann.
„Beim Schneiden geht es nicht nur um Technik, sondern auch darum, den Baum zu lesen“, erklärte die Kursleiterin. „Jeder Baum hat seine eigene Geschichte und seinen eigenen Wuchs.“
Mit Astscheren, Sägen und viel Aufmerksamkeit machten sich die Teilnehmenden ans Werk – und entwickelten dabei zunehmend ein Gespür für die Struktur der Bäume. Das sonnige Wetter sorgte zusätzlich für gute Stimmung und ideale Arbeitsbedingungen auf der Wiese.
Besonders erfreulich ist auch, wie gut die Gruppe inzwischen zusammengefunden hat. Über die Kurstage hinaus tauschen sich viele der Teilnehmenden regelmäßig aus, besuchen sich gegenseitig auf ihren eigenen Obstwiesen und unterstützen sich bei ihren Projekten. So entsteht bereits während der Ausbildung ein kleines Netzwerk engagierter Streuobst-Aktiver.
Nach diesem sonnigen und arbeitsreichen Wochenende freuen sich die Teilnehmenden bereits auf das nächste Modul im April – dann stehen unter anderem Veredlung, Öffentlichkeitsarbeit und die Planung einer Obstwiese auf dem Programm.
Gelungener Auftakt des Jahreskurses „Streuobstwiese“ – 11 Teilnehmende starten in ein besonderes Ausbildungsjahr
Mit großem Interesse und spürbarer Neugier ist am Wochenende des 29. und 30. November 2025 das erste Modul des von der Konvekta - C.H. Schmitt Stiftung geförderten Jahreskurses „Streuobstwiese – Multiplikatoren“ gestartet. Der Kurs richtet sich an Menschen, die sich intensiv mit der Pflege, dem Erhalt und der Vermittlung von Wissen rund um Obstbäume und Streuobstwiesen beschäftigen möchten.
Zum Auftakt begrüßte Kursleiterin Dipl.-Ing. Carola Drüsedau die 11 Teilnehmenden in den Räumlichkeiten von Grün.land in Densberg. Nach einer kurzen Vorstellungsrunde wurde schnell deutlich, wie vielfältig die Gruppe zusammengesetzt ist: Fachkräfte aus dem Bereich Natur- und Umweltbildung, engagierte Privatpersonen sowie Menschen, die beruflich oder ehrenamtlich mit Kindern, Jugendlichen oder Naturschutzprojekten arbeiten. Sie alle eint der Wunsch, ihr Wissen zu vertiefen und später als Multiplikatoren weiterzugeben.
Im ersten Modul standen die Grundlagen der Obstkultur sowie der fachgerechte Jungbaumschnitt im Mittelpunkt. Nach einer anschaulichen theoretischen Einführung durch Carola Drüsedau ging es direkt hinaus auf die Obstwiesen rund um den Standort – dorthin, wo das frisch Erlernte unmittelbar in die Praxis umgesetzt werden konnte.
„Es begeistert mich jedes Mal zu sehen, wie schnell die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein Gefühl für den Baum entwickeln“, sagt Carola Drüsedau. „Streuobstwiesen leben davon, dass Menschen bereit sind, Verantwortung zu übernehmen – und genau das passiert hier.“
Der Jahreskurs umfasst insgesamt sechs Module, die von Pflanzung und Altbaumschnitt über Bodenkunde und Wiesenökologie bis hin zu Sortenkunde, Obstverwertung und Öffentlichkeitsarbeit reichen. Die Konvekta - C.H. Schmitt Stiftung unterstützt den Kurs, um den Erhalt des immateriellen UNESCO-Kulturerbes „Streuobstanbau“ aktiv zu fördern und Menschen zu befähigen, dieses Wissen in die Region zu tragen.
Der erfolgreiche Auftakt lässt auf ein erkenntnisreiches, praxisnahes und inspirierendes Kursjahr schließen.
Hier finden Sie weitere Informationen rund um das Angebot von Grün.land: www.gruen.land