Konvekta-C.H.Schmitt-Stiftung

Arbeiten auf der Streuobstwiese schreiten weiter voran – Bau der Benjeshecke gestartet

 

Die Arbeiten auf der Streuobstwiese schreiten kontinuierlich voran. Nachdem bereits zahlreiche Obstbäume und Sträucher gepflanzt wurden, konnte nun ein weiterer wichtiger Schritt zur ökologischen Aufwertung der Fläche umgesetzt werden: der Bau einer Benjeshecke. Bei klarem, blauem Himmel und kalten Januartemperaturen starteten die Arbeiten planmäßig. 

Den Auftakt bildete die Materialsammlung. Mit dem LKW wurde hierfür geeigneter Gehölzschnitt aus der Umgebung zusammengetragen. Dabei handelte es sich vor allem um Äste, Zweige und Stammstücke aus Pflege- und Rückschnittmaßnahmen, die andernfalls entsorgt worden wären. Dieses natürliche, unbehandelte Holzmaterial bildet die Grundlage für die Benjeshecke und leistet einen wertvollen Beitrag zur nachhaltigen Nutzung vorhandener Ressourcen. 

Nach der Anlieferung wurde das Material zunächst am Rand der Streuobstwiese zwischen-gelagert. Von dort aus erfolgte der schrittweise Transport an den vorgesehenen Standort der Benjeshecke. Zwischen stabilen Holzpfosten wurde das Schnittgut locker aufgeschichtet. Diese Bauweise sorgt für zahlreiche Hohlräume und Strukturen, die im Laufe der Zeit weiter zusammensacken, sich begrünen und durch natürliche Prozesse verändern und neuen Lebensraum bietet.

Benjeshecken gelten als besonders wertvolle ökologische Elemente in der Kulturlandschaft. Sie bieten Schutz-, Brut- und Nahrungsräume für viele Tierarten, darunter Vögel, Insekten, Amphibien und Kleinsäuger. Gleichzeitig fördern sie die Ansiedlung heimischer Pflanzen, wirken als Wind- und Erosionsschutz und tragen zur Vernetzung verschiedener Lebensräume bei. 

Mit dem Bau der Benjeshecke wird die Streuobstwiese nicht nur strukturell ergänzt, sondern ökologisch deutlich aufgewertet. Sie entwickelt sich Schritt für Schritt zu einem vielfältigen Lebensraum, der Artenvielfalt fördert und nachhaltige Landschaftsgestaltung erlebbar macht. Die weiteren Arbeiten auf der Fläche werden in den kommenden Wochen fortgesetzt.

 



Die neue große Densberger Streuobstwiese wächst

Wer je einen Baum gepflanzt hat, weiß, welche Knochenarbeit das ist. Henning Ulmer, Carola Drüsedau, Brian Harder, Jan Altrichter und Bill Kreutel (von links) vom Forst- und Umweltdienst Borken haben jetzt über 40 Bäume und 100 Büsche auf der Densberger Streuobstwiese der Kovekta - C.H. Schmitt Stiftung aus Schwalmstadt gepflanzt.

Quelle: HNA


Die ersten Bäume schlagen Wurzeln

Die neue große Streuobstwiese der Konvekta - C.H. Schmitt-Stiftung in Densberg nimmt Gestalt an

Densberg/Schwalmstadt – Diese Arbeit ist eine ganz schöne Plackerei: Mitarbeiter des Forst- und Umweltdienstes Borken haben jetzt 100 Büsche und 40 Bäume auf der neuen Densberger Streuobstwiese der Konvekta - C.H.Schmitt-Stiftung aus Schwalmstadt gepflanzt.

 

Früher hat man Plastikrohre zur Entwässerung gelegt, aber wir wollen kein Plastik ins Erdreich einbringen. 

Carola Drüsedau, Obstgehölzpflegerin

Dabei war jede Menge Körpereinsatz nötig, um die tiefen Pflanzlöcher zu graben, denn der Boden auf der knapp 1,4 Hektar großen Fläche am Densberger Ortsausgang ist extrem schwer, lehmig, wasserhaltig und feinporig. „Im Winter erinnert er ein bisschen an Knete und im Sommer an Beton“, sagt Obstgehölzpflegerin Carola Drüsedau. Also ackerten die Männer im Wortsinne mit den Spaten die Schollen auf dem Feld hoch, um Äpfel-, Birnen-, Mirabellen-, Kirsch- und Walnussbäume in die Erde zu bekommen. Viele Setzlinge wanderten immer gemeinsam mit Drainageschläuchen aus Jute in die Erde. „Früher hat man Kunststoffrohre zur Entwässerung gelegt, aber wir wollen kein Plastik ins Erdreich einbringen“, sagt Drüsedau. Nun kamen mit jedem Setzling drei längliche Säcke mit in den Boden. Dessen Inhalt: Kleine Kugeln aus Blähton, schwarzes Vulkangestein, das Wasser aufnehmen kann. Doch beim Setzen auf der Wiese geht es nicht nur ums Problem Wasser, sondern auch um Wühlmäuse – die eine große Plage sind. Mitarbeiter Bill Kreutel legte deshalb verzinktes Drahtgitter ins Pflanzloch, stieg hinein und stampfte es fest. Dann wurden Kieselsteine und Erde rund ums Gitter gelegt, das Bäumchen mitten rein gepflanzt. Es ist ein Versuch, die Nager vom Wurzelwerk fernzuhalten. Das gelingt nicht immer, erst neulich ist ein 15 Jahre alter Apfelbaum auf der benachbarten Streuobstwiese von Carola Drüsedau eingegangen, weil die Wühlmäuse seine Wurzeln angefressen hatten. Nicht umsonst hat Carola Drüsedau einen großen Mauswiesel-Hügel mit Holz und Steinen angelegt: Dort soll sich, so die Hoffnung, die extrem seltene und genauso nützliche Marderart des Mauswiesels ansiedeln und von dort aus auf Jagd nach den Schädlingen gehen.

 

Obst, das man schon seit 1000 Jahren kennt

Doch die Bäume samt ihren Pfählen und Schutz vor Wildverbissen sind nicht die einzigen Neuerungen, die die Konvekta - C.H. Schmitt-Stiftung auf der von ihr erworbenen Fläche vorgenommen hat: Es gibt dort nun eine Abstellfläche für Fahrzeuge der Firmen, Seminarteilnehmer und Wanderer, die ab der Streuobstwiese in die Natur starten. Auch das Plateau ist bereits errichtet, das in der Mitte der Wiese Zusammenkünfte ermöglichen soll, genau wie der Sitzplatz im unteren Bereich der Wiese samt Bank und Informationsständen. Außerdem ist die Wiese bereits mit einer regionalen Mischung aus Gräsern und Kräutern eingesät. Die Bäume, die noch hinzukommen, stellen Obst aus den vergangenen 1000 Jahren in den Mittelpunkt. So wie den Edelborsdorfer Apfel, der tatsächlich schon seit 1175 bekannt ist und Mispeln, die bereits seit 1000 Jahren angepflanzt werden. Der Startschuss für die ökologische Fläche ist also gefallen. Die Konvekta - C.H. Schmitt-Stiftung übernimmt die Kosten für Planung, Pflanzung, Arbeiten. Deren Ziel: Auf der großen Fläche soll ein Stück Natur entstehen, das das immaterielle Unesco-Kulturerbe der Streuobstwiese bereichert. Auch der erste Teil des Jahreskurses, der sich rund um Pflege und Schnitt, Streuobstpädagogik und Sortenkunde dreht, hat bereits begonnen. Damit ist klar: Die Natur hat mit der Konvekta - C.H. Schmitt-Stiftung einen starken Partner.

Quelle: HNA


Streuobstwiese nimmt Gestalt an – Zahlreiche Bäume und Sträucher gepflanzt

Die Arbeiten an der neuen Streuobstwiese schreiten sichtbar voran: Nachdem die Fläche in den vergangenen Wochen sorgfältig vorbereitet und der Boden optimal hergerichtet wurde, konnten nun die ersten umfangreichen Pflanzarbeiten erfolgreich abgeschlossen werden.

Ein wahres Füllhorn an traditionellen und seltenen Obstgehölzen bereichert nun das Gelände. Insgesamt wurden vielfältige Baum- und Straucharten gesetzt, darunter Birnen, Äpfel, Mirabellen, Esskastanien, Mispeln, Pflaumen, essbare Eberesche, Süßkirschen, weiße Maulbeere, Schwarzer Holunder, Walnüsse, Brombeeren, Apfelbeeren, Haselnuss, Kornelkirsche und Felsenbirne. Mit dieser Vielfalt entsteht Stück für Stück ein artenreicher Lebensraum, der nicht nur verschiedenen Tierarten zugutekommt, sondern auch ein lebendiges Abbild traditioneller Kulturlandschaften darstellt.

Im letzten Schritt werden in den kommenden Tagen noch mehrere Dreiböcke gesetzt, die jungen Hochstämmen zusätzlichen Halt geben und deren gesundes Wachstum unterstützen.

Damit nimmt die Streuobstwiese nun sichtbar Gestalt an. Die Mischung aus alten Sorten, regionaltypischen Gehölzen und naturnahen Strukturen schafft ein wertvolles Biotop – ein Ort, an dem Natur, Artenvielfalt und Landschaftspflege Hand in Hand gehen.


Gelungener Auftakt des Jahreskurses „Streuobstwiese“ – 11 Teilnehmende starten in ein besonderes Ausbildungsjahr

 

Mit großem Interesse und spürbarer Neugier ist am Wochenende des 29. und 30. November 2025 das erste Modul des von der Konvekta - C.H. Schmitt Stiftung geförderten Jahreskurses „Streuobstwiese – Multiplikatoren“ gestartet. Der Kurs richtet sich an Menschen, die sich intensiv mit der Pflege, dem Erhalt und der Vermittlung von Wissen rund um Obstbäume und Streuobstwiesen beschäftigen möchten.

Zum Auftakt begrüßte Kursleiterin Dipl.-Ing. Carola Drüsedau die 11 Teilnehmenden in den Räumlichkeiten von Grün.land in Densberg. Nach einer kurzen Vorstellungsrunde wurde schnell deutlich, wie vielfältig die Gruppe zusammengesetzt ist: Fachkräfte aus dem Bereich Natur- und Umweltbildung, engagierte Privatpersonen sowie Menschen, die beruflich oder ehrenamtlich mit Kindern, Jugendlichen oder Naturschutzprojekten arbeiten. Sie alle eint der Wunsch, ihr Wissen zu vertiefen und später als Multiplikatoren weiterzugeben.

Im ersten Modul standen die Grundlagen der Obstkultur sowie der fachgerechte Jungbaumschnitt im Mittelpunkt. Nach einer anschaulichen theoretischen Einführung durch Carola Drüsedau ging es direkt hinaus auf die Obstwiesen rund um den Standort – dorthin, wo das frisch Erlernte unmittelbar in die Praxis umgesetzt werden konnte.

„Es begeistert mich jedes Mal zu sehen, wie schnell die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein Gefühl für den Baum entwickeln“, sagt Carola Drüsedau. „Streuobstwiesen leben davon, dass Menschen bereit sind, Verantwortung zu übernehmen – und genau das passiert hier.“

Der Jahreskurs umfasst insgesamt sechs Module, die von Pflanzung und Altbaumschnitt über Bodenkunde und Wiesenökologie bis hin zu Sortenkunde, Obstverwertung und Öffentlichkeitsarbeit reichen. Die Konvekta - C.H. Schmitt Stiftung unterstützt den Kurs, um den Erhalt des immateriellen UNESCO-Kulturerbes „Streuobstanbau“ aktiv zu fördern und Menschen zu befähigen, dieses Wissen in die Region zu tragen.

Der erfolgreiche Auftakt lässt auf ein erkenntnisreiches, praxisnahes und inspirierendes Kursjahr schließen.

Hier finden Sie weitere Informationen rund um das Angebot von Grün.land: www.gruen.land


Stiftung legt Streuobstwiese in Densberg als Biotopverbund an

So mancher Densberger wird schon gerätselt haben, was da am Ortseingang in Richtung Schönstein gebaggert und gewerkelt wird: Dort schafft die Konvekta - C.H. Schmitt-Stiftung zurzeit die Voraussetzungen für eine 1,3 Hektar große Streuobstwiese. Zusammen mit den angrenzenden Flächen von Obstgehölzpflegerin Carola Drüsedau entsteht so ein großer Biotopverbund in Sachen Streuobstwiesen.

In den kommenden drei bis fünf Jahren soll dort die Natur aufblühen, eine große bunte naturnahe Wiese entstehen: Obstbäume und Wildgehölze werden gepflanzt, Lebensräume für Mauswiesel durch Todholzbereiche gebaut, Steinhaufen für Kleintiere aufgeschichtet und sogar ein großes Loch im Boden für eine Hirschkäferwiege geschaffen.

In dieser Zeit stehen dann auch viele Bildungsangebote an. Die Konvekta - C.H. Schmitt-Stiftung bietet ab Ende November einen kostenlosen Jahreskurs zum immateriellen Unesco-Kulturerbe Streuobstwiese. Vorkenntnisse sind nicht notwendig, wohl aber ein großes Interesse an der Natur – und der Spaß daran, das Erlernte mit anderen zu teilen, das Wissen also weiter zugeben. Die sechs Module von November 2025 bis Oktober 2026 finden in Densberg in der Grünland-Akademie von Obstbaumwartin Carola Drüsedau statt.

Es ist also ein dickes Paket in Sachen Natur, das die Konveta - C.H.Schmitt-Stiftung da schnürt. Das auf Informationen, Wissen, Klima- und Umweltschutz baut, Tier und Natur in den Mittelpunkt stellt. Zurzeit werden die Vorbereitungen geschaffen: Auf den Flächen, die die Stiftung bei Densberg gekauft hat, wurde noch im Sommer die Ernte eingefahren. Jetzt werden die Böden der ehemaligen Äcker bearbeitet und eine regionale Saatgutmischung aufgebracht, die an die Bedürfnisse der Insekten angepasst ist.

Streuobstwiese in Densberg: Biotopverbund soll entstehen

Im mittleren Bereich wird ein Plateau errichtet, das Platz für Veranstaltungen bietet, im unteren Bereich entsteht ein Rastplatz samt Bank und Informationen für Spaziergänger und Radfahrer, unten am Weg wurden gerade Parkplätze vorbereitet. Alte Obstsorten, Feldholzhecken werden gepflanzt, eine Behausung für das Mauswiesel gebaut, Blühstreifen angelegt, Bildungsangebote gemacht, eine Hirschkäferwiege mit Eichenrundhölzern geschaffen – die Stiftung hat im Wortsinne viel Natürliches vor.


10 000 Euro für das Mehrgenerationenhospiz im Heilhaus

Gerhard Paul, der Vorstandsvorsitzende der Heilhaus-Stiftung Ursa Paul und Geschäftsführer der Heilhaus Kassel gGmbH, Tina Kuntz (Pflegedienstleitung des Hospizes des Heilhauses) und die spirituelle Sterbebegleiterin Viviane Clauss bedankten sich herzlich für die Spende in Höhe von 10 000 Euro an das Mehrgenerationenhospiz in der Heilhaussiedlung. Überbracht wurde sie von Christina Hoos aus dem Stiftungsvorstand der von Carl Heinrich Schmitt gegründeten " Konvekta-C.H.Schmitt-Stiftung" aus Schwalmstadt und dem Kurator der Stiftung , Wilfried Scharny. Das Mehrgenerationenhospiz wurde 2016 eröffnet, 25 Mitarbeiter betreuen dort bis zu acht Gäste. Unser Foto zeigt Tina Kuntz ( Pflegedienstleitung des Hospizes, von links) Gerhard Paul vom Heilhaus sowie Christina Hoos und Wilfried Scharny von der Konvekta-C.H.Schmitt-Stiftung. 


Kinderhaus Kalender für das kommende Jahr 2024

Die Konvekta - C.H.Schmitt Stiftung hat einen tollen Kalender mit Fotos unseres Kinderhauses in Indonesien erstellt. Wenn Sie sich ebenfalls an dem Lächeln unserer Kinder erfreuen möchten, bieten wir Ihnen hier den Kalender zum Download an.


Ein Paradies für Mensch und Tier

Fachfrau Carola Drüsedau spricht über naturnahe Gartengestaltung Steina

Seit einigen Jahren betreibt die Konvekta-C.H.-Schmitt-Stiftung das Projekt „Blühende Landschaften“, um dem Rückgang von Insekten und Bienen entgegenzuwirken. In Steina hat man beispielsweise 10.000 Quadratmeter Ackerfläche renaturiert, dort wurden Feldgehölze angelegt, die ursprünglich die Kulturlandschaft der Schwalm prägten. Auf den freien Flächen dazwischen brachte man eine Wildblumenansaat mit regionaltypische Sorten ein, die ein- und mehrjährig blühen. Um auch Gartenbesitzern Möglichkeiten aufzuzeigen, wie man die Natur rund ums eigene Heim sinnvoll gestalten kann, hatte die Stiftung kürzlich zu einem interessanten Vortrag ins Dorfgemeinschaftshaus Steina eingeladen. Als Referentin konnte Diplom-Ingenieurin Carola Drüsedau aus Jesberg gewonnen werden, die unter anderem als Obstbaumwartin und Streuobst-Pädagogin aktiv ist. Gut zwei Dutzend Teilnehmende hatten sich am späten Nachmittag neben dem DGH eingefunden und folgten der Fachfrau zunächst auf eine kleine Exkursion über das angrenzende Areal. „Bislang haben wir noch keinen Frost, es gibt also auch in dieser Jahreszeit noch ein gutes Nahrungsangebot für Bienen und andere Insekten“, sagte sie beim Blick auf die farbenfrohe Blühfläche, auf der sich bei näherer Betrachtung unzählige Hautflügler, Käfer und Schmetterlinge tummelten. „Das Gelände hat sich nach und nach in eine echte Wiese verwandelt“, blickte Drüsedau auf die Eigendynamik der Natur, lediglich das Blühfeld sei erneut eingesät worden. „Anfangs waren noch Sonnenblumen dabei, aber im Frühjahr sind andere Pflanzen schneller und die setzen sich letztendlich durch“, erläuterte sie die natürliche Auslese. „Solche Flächen verändern sich von Jahr zu Jahr“, machte die Planerin von Grünanlagen deutlich, „Wetter und Temperatur lassen die Wiese jedes Jahr anders aussehen“. Weiter hinten kam die Gruppe zu verschiedenen Bäumen und Wildgehölzen, „nehmen sie bei Obstbäumen heimische Sorten, die benötigen am wenigsten Pflege“, lautete ihr Rat - außerdem sollte man darauf achten, Sträucher mit unterschiedlichen Blühzeiten anzupflanzen, um ein möglichst langes Nahrungsangebot zu gewährleisten, fügte sie hinzu. „Schlehe blüht früh und intensiv, darüber hinaus liefert sie nicht nur Nahrung für Vögel, sondern bietet ihnen mit seinem üppigen Gestrüpp auch Schutz vor Fressfeinden“, so die Expertin und nannte mit Liguster, Hartriegel, Wildrose und Kornelkirsche weitere Beispiele. Geeignete Baumsorten seien Winterlinde, Vogelbeere und Obstbäume, bei den Sträuchern zählte sie Felsenbirne, Mahonie und Wildrosen auf.
„Anfangs musste um die Anpflanzungen noch gemäht werden und sie waren durch Einzäunung vor Verbiss geschützt, aber mittlerweile sind sie groß genug“, sagte Drüsedau – im Laufe der Zeit würden sie zu „Rettungsinseln“ für Hasen und andere Kleintiere, die heutzutage in der flurbereinigten Landschaft fehlen würden.

Weniger ist mehr

Nach dem aufschlussreichen Rundgang ging es in die Räumlichkeiten des DGH, dort begrüßte Carl Heinrich Schmitt die Gäste. „Wir brauchen die Natur, die Insekten sorgen unter anderem für die Pflanzenbestäubung und verhindern die Bodenverdichtung“, mahnte der inzwischen 92-jährige Stiftungsgründer. Im anschließenden Vortrag ging Carola Drüsedau auf „die einfache Gestaltung insektenfreundlicher Gärten“ ein, „an jedem dritten Löffel, den wir in den Mund stecken, haben Insekten mitgeholfen“, machte sie die Bedeutung der artenreichste Klasse in der Tierwelt deutlich. „Nützling oder Schädling?“, lautete eine Frage - „das ist Ansichtssache“, lautete ihre Antwort, denn es komme auf den Blickpunkt und die Interessenlage an“. Als Nützlinge zählte sie Bienen auf, die Honig produzieren, Schmetterlinge, die Pflanzen bestäuben oder Marienkäfer, die Blattläuse fressen - im Bereich Schädlinge nannte sie Kartoffelkäfer, Mehlmotten oder die Blattlaus. „Artenreiche Lebensräume erschaffen und erhalten“, hieß das oberste Gebot der Nützlingsförderung, „räumen sie ihren Garten nicht immer perfekt auf, sondern lassen sie mal einen Altholzhaufen liegen, bauen sie einen Steinhaufen und mähen sie die Brennnesseln nicht ab“. Als Motto für einen naturnahen Garten forderte sie: „Je abwechslungsreicher, umso besser“. Die Natur als genialer Baumeister mache es vor, sagte Drüsedau, „wenn wir sie lassen, entstehen in der Regel recht schnell viele verschiedene Biotope, die in direkter Nachbarschaft in einem natürlichen Gleichgewicht existieren“, so der einfache Plan. „Bäume und Sträucher bilden das Gerüst für einen naturnahen Garten – sie erweitern die Fläche in die Dreidimensionale, dadurch bieten sie vielen Tierarten Lebensraum und zugleich Nahrungs- und Deckungsmöglichkeiten“, erläuterte die Gartenkennerin. Geeignete Baumsorten seien Winterlinde, Ahorn oder Wildpflaume, bei den Sträuchern zählte sie Felsenbirne, Mahonie oder Sommerflieder auf. Am Ende ihres interessanten Vortrags gab Carola Drüsedau den Teilnehmenden mit auf den Weg: „Einfach mal die Natur Natur sein lassen und weniger aufräumen – das fördert die Biodiversität“.
 


Ein Meilenstein für die Natur - Blühflächen in Steina und Schwalmstadt

Blühwiesen in der freien Landschaft

Ein Hektar Blühwiese und die Pflanzung von Feldgehölzen- das ist das Ergebnis einer Ackerumwandlung in der Gemeinde Willingshausen - Steina. "Hier blühen viele wunderschöne Wildblumen, die man in der freien Natur kaum noch findet", schwärmt ein Anwohner der Blühfläche. Auch Obstgehölze wurden
gepflanzt sowie wilde Rose, Hartriegel, Schlehe und Weiden, die den Tieren Brut- und Nistmöglichkeiten bieten.

Seit vielen Jahren setzt sich die Konvekta-C.H. Schmitt-Stiftung für die Region ein, und so wurde das Projekt „Blühende Landschaften“ aus der Taufe gehoben. „Mir fiel bei einer Autofahrt auf, dass es viel weniger Insekten gibt als früher“, beschreibt Stifter Carl Heinrich Schmitt das ausschlaggebende Moment. Ein Rückgang der natürlichen Pflanzenvielfalt hat den Schwund einer artenreichen Insektenwelt zur Folge – dadurch fehlen nicht nur die natürlichen Bestäuber sondern es macht sich auch ein sinkender Bestand der heimischen Singvögel bemerkbar. Die Idee lautete daher „Blumenwiese statt Rasenfläche“ und so begann man im Frühjahr 2018 auf verschiedenen Flächen in der Region insgesamt rund 30.000 Quadratmeter zu renaturieren - das Flurstück „Hofacker“ im Willingshäuser Ortsteil Steina ist mit etwa einem Hektar die Größte der Flächen.

Die fachliche Begleitung leistet das Büro naturplan mit Landschaftsarchitektin Fr. Dipl. Ing. Müllensiefen: „Das Feld wurde mit einer Gräser- und Blütenmischung komplett neu eingesät . In einem eingezäunten Teil sind zusätzlich Wildgehölze angepflanzt worden- der Drahtzaun steht in den ersten Jahren zum Schutz der jungen Gehölze vor Verbiss. Und nach dem Mähen lassen wir die Mahd einige Tage zum Trocknen und Aussamen liegen, damit die Blütenpracht und Vielfalt weitergeht". Bio- Landwirt Marcus Korell aus Asterode mäht die Wiese in großen zeitlichen Abständen und verfüttert das Gras als Silage oder Heu an seine Angus-Rinder.

Die Anwesenden zeigten sich begeistert von dem Blütenmeer, „das war früher nur ein Acker“, erinnerte sich Bürgermeister Heinrich Vesper und dankte der Stiftung sowie Landschaftsarchitektin Müllensiefen für die gelungene Umwandlung. „Das passt genau in das Naturschutzkonzept der Gemeinde Willingshausen als Klimaschutzkommune“, freute sich Vesper.
Blühwiesen im Gewerbegebiet Blühwiesen für Natur auf Zeit - so können Gewerbegebiete blühen! Eine weitere Blühfläche befindet sich im Ziegenhainer Gewerbegebiet „Saure Wiesen“: ein Teilbereich der ebenfalls einen Hektar großen Fläche wurde überarbeitet und mit einer speziellen artenreichen Magerwiesen Blumenmischung angereichert. „Auch Schwalmstadt ist Klimaschutzkommune“, machte Bürgermeister Stefan Pinhard beim Ortstermin deutlich, „dank der Konvekta-C.H. Schmitt-Stiftung werden die vorhandenen Blühstreifen in der Stadt großzügig ergänzt“. Aufgrund der Geräuschkulisse durch die nahegelegene Bundesstraße war zwar kein Summen und Surren zu hören, aber bei genauem Hinsehen entdeckte man Bienen, Käfer, Grashüpfer und viele weitere Bewohner der farbenfrohen Blumenpracht. "Es ist immens wertvoll, wenn auch Teilflächen in Gewerbegebieten eingesät werden - auch Ansaaten auf kleineren Flächen Sinn machen Sinn und leisten einen wertvollen Beitrag zur Artenvielfalt und der Ernährung von Bienen und Wildvögeln. Es ist nur wichtig, dass mehrjährige und standortgerechte Saaten verwendet werden" betont Landschaftsarchitektin Müllensiefen, Die Anwesenden sind sich einig: Gewerbegebiete haben großes Potential, naturnahe Flächen, auch auf Zeit, auszuweisen - es wäre schön, wenn hier mehr Engagement für Artenvielfalt in der Region entstehen würde!

 


Für einen letzten Herzenswunsch - die Konvekta - C.H. Schmitt- Stiftung spendet 1.000€ an „Kleine Riesen Nordhessen“

Der Verein „Kleine Riesen Nordhessen“ begleitet schwerstkranke Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene auf ihrem letzten Lebensweg. Ziel des Vereins ist die letzten Tage im Leben der Kinder so würdevoll und schön wie möglich zu gestalten. Nicht in einer Klinik, sondern zu Hause – bei Eltern und Geschwistern. Dazu zählen auch letzte Herzenswünsche die der Verein den Kinder ermöglicht.
https://www.kleine-riesen-nordhessen.de/was-wir-tun/


Der Natur etwas zurückschenken

Man könnte fast meinen, daß diese Zeit, in der wir aufgefordert worden sind, Einschränkungen zur Corona-Eindämmung einzuhalten, auch ihr Gutes hat:

Viele haben sich aufgemacht, die Natur in der Nähe zu erkunden: mit dem Rad, zu Fuß, mit Kindern oder allein durch die Natur streifen, um wachen Auges und der Geschwindigkeit entschleunigt, wieder zu entdecken, wie reichhaltig die Natur uns beschenkt mit ihrem Reichtum. Bunte blühende Wiesenflächen, das üppig grüne Laub der Bäume, Bäche und Flüsse, Vogelkonzerte.
Zahlreiche Initiativen setzen sich ein, die Reichhaltigkeit der Natur zu fördern und zu erhalten, sie zeigen ihren Einsatz, um den Artenreichtum von Tieren und Pflanzen zu erhöhen - zum Wohle aller.
Auch die Konvekta-C.H. Schmitt Stiftung hat sich mit ihrem Gründer und Namensgeber zum Ziel gesetzt, zur Verfügung gestellte Flächen zu renaturieren, Wiesenflächen anzulegen und so Blühflächen für Insekten zu gewinnen. Die Stiftung hat allein in diesem Jahr acht Projekte durchführen können und unter fachlicher Begleitung des Büros naturplan Landschaftsarchitektur aus Niederaula, Dipl. Ing. S. Müllensiefen, Flächen naturnah umgewandelt.

Wer also der Natur etwas zurückschenken möchte, kann dies ganz regional unterstützen: Spenden zur Verwirklichung weiterer Projekte werden gern angenommen und zielgerichtet eingesetzt von der Konvekta - C.H. Schmitt Stiftung, Stichwort:  "Blühwiesen"


Bankverbindung Konvekta – C.H. Schmitt Stiftung
IBAN: DE97 5205 2154 0200 0093 06

Als Dankeschön für Ihre Spende erhalten Sie, wenn Sie mögen, Bilder mit wunderschönen Aufnahmen aus den Blühflächen der Stiftung!
Kontakttelefon und Informationen bei naturplan: 06625 / 3440840

Hier finden Sie unseren aktuellen Bericht von 2019/2020 über die Ergebnisse des Projekts "Blühende Landschaften" zum Download.

 


Konvekta - C.H. Schmitt Stiftung kauft Grundstück an

Mehr Blühflächen in Steina

In Steina sollen mit der Unterstützung der Konvekta - C.H. Schmitt Stiftung neue Blühflächen entstehen.

Die Stiftung setzt sich seit 2004 für Hilfsprojekte ein, unter anderem macht sie sich für den Naturschutz in der Region stark, heißt es in einer Pressemitteilung.

Blühflächen bieten Lebensraum für Insekten
Auch mehr Blühflächen, die Bienen, Schmetterlingen, Hummeln und vielen weiteren Garten-, Feld- und Wiesenbewohnern einen natürlichen Lebensraum bieten, sollen entstehen. In Frielendorf, Oberaula und Borken etwa wurden Brachflächen angemietet und eine Fläche vom Wasserverband Treysa gepachtet, auf denen mit Beginn der warmen Jahreszeit ein Blütenmeer gedeihen soll. Mit dem Kauf eines Grundstücks in Steina wurde jetzt das bislang größte Projekt in Angriff genommen, hier wuchs auf 10 .000 Quadratmetern bereits im vergangenen Jahr eine echte Blumenwiese. In diesem Paradies für Insekten soll die Pflanzenwelt zusätzlich durch Feldgehölze ergänzt werden. Hierzu veranstaltete die Stiftung einen Informationsabend im DGH, etwa drei Dutzend Interessierte waren der Einladung gefolgt, so ein Pressebericht. 

Areal soll frei zugänglich bleiben
Landschaftsarchitektin Sabine Müllensiefen aus Niederaula zeigte Skizzen zur geplanten Umgestaltung. In losen Gruppen sollen Hartriegel, Schlehe, Liguster, Weißdorn, Zaunrose, Salweide und Eberesche angepflanzt werden. „Das Areal soll frei zugänglich bleiben“, betonte sie. Lediglich zu Beginn sei ein Zaun gegen Wildverbiss vorgesehen. Zwischen den Inseln mit den Sträuchern würden Trittpfade angelegt, damit Spaziergänger in den Genuss der Fauna und Flora gelangen könnten.
Zweimal pro Jahr soll die Wiese fachgerecht gemäht werden, zudem Sträucher bei Bedarf geschnitten und für regelmäßige Einsaat gesorgt werden. Einige Bedenken, etwa durch Gras verstopfte Abflüsse, Laubaufkommen oder zu dicht ans DGH gepflanzte Bäume, konnten ausgeräumt werden, darüber hinaus sollen die Anrainer bei der weiteren Planung miteinbezogen werden.

https://www.hna.de/lokales/schwalmstadt/willingshausen-ort93127/mehr-bluehflaechen-in-steina-stiftung-kauft-grundstueck-13539400.html


Zukunft der Waschbärbande gesichert

 

Naturschutzjugend erhält 5.000 Euro von Konvekta-C.H. Schmitt Stiftung

Schwalmstadt. Unter dem Motto „Freunde der Erde“ setzt sich der Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland (BUND) ebenso für den Erhalt eines lebenswerten Planeten ein wie der Naturschutzbund Deutschland e.V. (NABU). Damit auch schon die Jüngsten ein Gespür für den sorgsamen Umgang mit der Umwelt bekommen, setzen die nichtstaatliche Umwelt- und Naturschutzorganisation auf gezielte Nachwuchsarbeit. Ein gutes Beispiel ist die „Waschbärbande“ in Schwalmstadt, die seit elf Jahren aktiv ist. In dieser Naturschutzjugendgruppe, die BUND und NABU Schwalm-Eder gemeinsam ins Leben gerufen haben, treffen sich derzeit 18 Mitglieder im Alter zwischen acht und 14 Jahren. Etwa alle drei Wochen erkunden sie auf kindgerechte Weise Fauna und Flora in ihrer näheren Umgebung, dabei werden sie von zwei Fachpädagoginnen begleitet. Ziel dieser Arbeit ist es, den Kindern Naturkundliches zu vermitteln und darüber hinaus ihre Selbständigkeit sowie das Verantwortungsgefühl für ihre Umwelt zu stärken. Dafür trifft sich die quirlige Truppe entweder im Treysaer Naturlehrgebiet oder erkundet das Katzbachtal bei Frankenhain.

Um den Forscherdrang der jungen Naturschützer zu unterstützen, förderte die Konvekta-C.H. Schmitt Stiftung bereits im ersten Halbjahr die Arbeit mit einer Spende. Damit die aus ihrer Sicht sinnvolle Initiative auch künftig Bestand haben kann, entschied man sich kürzlich für eine weitere Zuwendung in Höhe von 5.000 Euro. „Das Geld ist bei euch an der richtigen Adresse“, sagte Stifter Carl Heinrich Schmitt, als ihn einige Waschbären in Begleitung von Umweltpädagogin Sara Engelbrecht in den Räumen der Konvekta AG in Ziegenhain besuchten. „Damit ist die Zukunft der Waschbärbande auf längere Zeit gesichert“, bedankte sich Engelbrecht im Namen ihrer Schützlinge. „Wir unterstützen gern langfristige Projekte“, erklärte der 88-Jährige und beglückwünschte die Kinder noch einmal für ihr Eigenengagement, das sie bei der erfolgreichen Protestaktion gegen den Verkauf des Naturlehrgebiets gezeigt hatten. „Ihr habt großes Glück hier in Deutschland zu leben“, machte er deutlich und berichtete vom Schicksal der Kinder in einem Waisenhaus auf Sumatra, das mit Hilfe der Stiftung ins Leben gerufen werden konnte. Für das kommende Frühjahr lud er die Waschbären nach Steina ein, dort sollen neue Hecken gepflanzt werden, die Unterschlupf für Vögel und Niederwild bieten.

BU: Vorgezogenes Weihnachtsgeschenk (v.l.): Hildegard Meckbach, Carl Heinrich Schmitt, Sara Engelbrecht, Christina Hoos, Horst Knauf und Wilfried Scharny freuen sich gemeinsam mit den Waschbären.


Konvekta - C.H. Schmitt Stiftung fördert das Schwälmer Dorfmuseum mit großzügiger Spende

Es kam weihnachtliche Stimmung auf, beim Kaffeeplausch im Schwälmer Dorfmuseum Holzburg, denn es ging um Gaben und Weihnachten steht vor der Tür. Bürgermeister Andreas Schultheis, Eduard Duschek, 1. Vorsitzender des Vereins Schwälmer Dorfmuseum Holzburg und die Museumsleiterin Heidrun Merk freuten sich über die großzügige Spende der Konvekta - C.H. Schmitt Stiftung in Höhe von 5.000.- Euro. Für das Museum, das dieses Jahr sein 60-jähriges Jubiläum feiern konnte, bedeutet sie eine hochwillkommene Unterstützung seiner Arbeit, denn es geht um nichts Geringeres als um die Bewahrung und Vermittlung der Schwälmer Kultur und Tradition. Erst wenn wir wissen, woher wir kommen und was unsere eigenen Traditionen sind, können wir uns auch öffnen für das Fremde. Deshalb ist es so wichtig, gerade die nachwachsendene Generationen mit der Schwälmer Kultur vertraut zu machen. Dem Schwälmer Dorfmuseum Holzburg ist es in der Vergangenheit gelungen, neue Zielgruppen mit neuen Formaten zu erreichen.


Die Konvekta - C.H. Schmitt Stiftung setzt sich für blühende Landschaften ein, um die Artenvielfalt zu erhalten.

Mit dem Thema Insektensterben befasst sich die Konvekta - C.H. Schmitt Stiftung. Unter der Regie des Stiftungsgründers Carl Heinrich Schmitt wird nun das Projekt „Blühende Landschaften zur Artenschutzerhaltung“ angestoßen.

Ein Grund für den dramatischen Rückgang seien wohl die strukturellen Veränderungen in der Landwirtschaft in den vergangenen Jahrzehnten, vermutet Schmitt: „Es gibt ja nur noch wenige Grünstreifen an den Feldern. Der Lebensraum für Insekten und Bienen wird immer kleiner.“ Stiftungsmitglied Hildegard Meckbach ergänzt: „Man sieht in der Landschaft keine Farben mehr.“

Genau an diesen Punkt möchte Schmitt jetzt ansetzen: Die Schwalm soll wieder bunter werden. Man beabsichtige mit Mitteln der Konvekta - C.H. Schmitt Stiftung Flächen langfristig zu pachten oder zu kaufen, um dort Wildwiesen anzulegen, erklärt Christina Hoos vom Stiftungsvorstand: „Wenn jemand Flächen hat, dann kann er sich bei uns melden.“ Bezüglich der Flächengröße gibt es keine Beschränkung, jedes Fleckchen kann ein Stück weit helfen. Um die Erfolgsaussichten der Aktion „Blühende Landschaften zur Artenschutzerhaltung“ zu erhöhen, soll das Renaturierungsprojekt wissenschaftlich begleitet werden, sagt Hildegard Meckbach: „Die Flächen können auch naturnah bewirtschaftet werden.“

Als Pilotprojekt möchte die Stiftung spätestens im Frühjahr eine eigene, rund 6500 Quadratmeter große Wiese im Hochwasserrückhaltebecken Treysa-Ziegenhain insektenfreundlich umgestalten. Ziel sei es, gewissermaßen einen Flickenteppich von naturnahen Wiesen zunächst über die Schwalm zu legen, so Schmitt: "Wir werden hier bei uns beginnen."

Großen Wert legen die Konvekta - C.H. Schmitt Stiftung auf die Nachhaltigkeit. Pachtzeiträume von 30 bis 40 Jahren oder Erbpacht sind problemlos möglich. „Wichtig ist es, dass es nicht nach zwei, drei Jahren zu Ende ist“, betont Christina Hoos. Sie ist per E-Mail erreichbar unter christinahoos@konvekta.com.

Bunte Insektenretter Konvekta - C.H. Schmitt-Stiftung lässt ungenutzte Flächen im Kreis erblühen

 

Von Vanessa von Lengerken

Blau, rot, gelb, pink – das Farbenmeer der Blühfläche, die sich in Borken präsentiert, bewegt so Manchen zum Stehen bleiben und Bewundern. 
„Ich bin schon rausgekommen, weil ich dachte, die Leute wollen die Blumen pflücken, dabei standen sie nur staunend davor und machten Fotos von der Blütenpracht“, so Manfred Möller-Sauter vom RU Recycling und Umweltdienst, der gegenüber seines Preiswertkaufhauses eine 2.500 Quadratmeter große Wiesenfläche zur Verfügung gestellt hat. Die Saat und die entsprechenden Bewirtschaftungsmaschine bekommt die Borkener Umweltfirma von der Konvekta - C.H. Schmitt-Stiftung. Sie ist verantwortlich für das bunte Blühen in zahlreichen Gemeinden des Schwalm-Eder-Kreises.

Es war ein Schlüsselerlebnis, das Carl Heinrich Schmitt, Stifter der Stiftung, zu diesem Projekt bewegte: „Als ich so über die Autobahn fuhr, fiel mir auf, dass immer weniger Insekten auf meiner Windschutzscheibe landeten.“ Der Grund war schnell gefunden: In den vergangenen 15 Jahren ist der Insektenbestand um zwei Drittel zurückgegangen. Dem zufolge reduziert sich auch der Bestand der Singvögel.
Das will Schmitt ändern: „Mir ist es wichtig, dass ich einen Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt leisten kann“, so der 88-Jährige. Aus diesem Grund wandelt die Stiftung seit dem Frühjahr 2018 Rasenflächen in Blumenwiesen um, um so den Rückgang von Hummel, Biene, Schmetterling und Co. nachhaltig einzudämmen.
Mit den Gemeinden und Unternehmen des Schwalm-Eder-Kreises arbeiten sie seitdem zusammen, pachten nutzbare Flächen und lassen sie bunt erblühen. So gibt es neben Borken bereits Blühflächen in Oberaula, Frielendorf, und Schwalmstadt. In Steina hat die Stiftung nun auch die erste Fläche gekauft – 10.000 Quadratmeter erblühen damit in Steina.

Vor allem bei den Kleinen will die weibliche Vorstandsspitze, Christina Hoos und Hildegard Meckbach, ansetzen, „denn die erzählen Zuhause ihren Eltern davon und regen sie dazu an, dementsprechend auch nachhaltig zu handeln.“
Bei den Bürgermeistern der Kreise wollen sie ebenfalls noch vorstellig werden: „Wir wollen anregen, dass die Rasenflächen in der Gemeinde nicht alle paar Wochen millimeterhoch abgefräst werden.“

Dies kann Müller-Sauter nur unterstützen. Er selber muss in seiner Firma darum kämpfen, dass nicht so oft gemäht wird. Als Belohnung hört er zum Feierabend hin die Grillen im Gras zirpen: „Ich würde mich freuen, wenn auch im Kreis der Unternehmer das Projekt viele Nachahmer finden würde.“

Artikel aus dem "Schwälmer Boten", vom 27. Juli 2019

 


2000 Euro für Bärenbande

Konvekta - C.H. Schmitt Stiftung unterstützt Naturschützer

Treysa – Der Bund für Umwelt-und Naturschutz Deutschland (BUND) hat sich das Motto Freunde der Erde auf die Fahne geschrieben. Um Kindern frühzeitig einen sorgsamen Umgang mit der Umwelt näher zu bringen, betreibt die nichtstaatliche Umwelt- und Naturschutzorganisation eine entsprechende Nachwuchsarbeit. So auch in Schwalmstadt, wo die BUND-Ortsgruppe vor elf Jahren die Waschbärbande ins Leben rief. 
Kürzlich durfte sich die Waschbärbande über eine Spende der Konvekta - C.H. Schmitt Stiftung freuen, die das Projekt mit 2000 Euro unterstützen möchte. Neben Erhaltung des Wissens um die Traditionen und die kulturelle Identität der Schwalm, kümmert sich die Stiftung unter anderem um ein Waisenhaus auf Sumatra und die Sprachförderung von Kindern mit Migrationshintergrund, heißt es in einer Pressemitteilung.
Zudem sorgt sie an verschiedenen Stellen in der Region dafür, dass mehrere Tausend Quadratmeter Blühfläche Bestand haben. Im Gespräch mit den Kindern erzählte Carl Heinrich Schmitt über die Arbeit der Stiftung und die jungen Waschbären gaben Einblicke in ihre Aktivitäten. „Ihr dürft euch nicht alles gefallen lassen“, ermutigte er die jungen Naturschützer, nachdem sie über die von ihnen organisierte Demonstration gegen den Verkauf des Naturlehrgebietes zugunsten eines Bauvorhabens berichtet hatten.
Außerdem hatten sie auf dem 1,2 Hektar großen Areal sogenannte Schlafbäume für Fledermäuse entdeckt und waren auf Hinweise für das Vorhandensein von Schlingnattern gestoßen. Beim Abschied lud Schmitt die Waschbärbande auf das Konvekta-Firmengelände ein, denn auch dort gäbe es viel Natur zu entdecken, so der 88-Jährige.
Alle drei Wochen treffen sich aktuell 18 junge Naturschützer im Alter zwischen acht und 14 Jahren – im Wechsel werden sie dabei von einer Umweltpädagogin und einer Heilpädagogin begleitet, die ihnen Naturkundliches vermitteln und darüber hinaus mit ihren Aktivitäten darauf abzielen, dass die Kinder selbstständiger werden und Eigeninitiativen ergreifen.
Mal erkunden sie das Katzbachtal bei Frankenhain, mal sind sie im Treysaer Naturlehrgebiet unterwegs. Kochen am Lagerfeuer, Basteln mit Naturmaterialien oder das Aufspüren von Eidechsen sind nur einige der spannenden Themen im Jahresprogramm – der Ausflug in ein Museum oder einen Naturpark ergänzen bisweilen den Forscherdrang. „Wir möchten die Kinder nachhaltig in ihrer Begeisterung für die Natur unterstützen“, lautet das Ziel der beiden Betreuerinnen.

(Sandra Rose, HNA)


Konvekta - C.H. Schmitt-Stiftung spendet 10.000 Euro

Kinderkrebsstation in Gießen freut sich über frühes Weihnachtsgeschenk

GIEßEN | SCHWALMSTADT. Über eine Spende in Höhe von 10.000 Euro kann sich das kinderonkologische Zentrum des Universitätsklinikum Gießen/Marburg (UKGM) freuen....

Kurz vor Weihnachten übergab der Vorsitzende der Konvekta - C.H. Schmitt-Stiftung, Carl Heinrich Schmitt, das Geld an den Leiter der Abteilung Pädiatrische Hämatologie, Professor Doktor Dieter Körholz.

Beim Ortstermin zeigten sich die Stiftungsmitglieder aus der Konfirmationsstadt Ziegenhain zutiefst beeindruckt von der Arbeit der Kinderkrebsstation und dem Lebensmut der sich dort in Behandlung befindlichen Kinder und Jugendlichen. Mit der Spende soll nach Angaben von Professor Körholz in erster Linie die Ausstattung des Spielzimmers weiter ausgebaut werden. Damit kommt das Geld den jungen Patienten unmittelbar zugute und trägt sicherlich gerade bei den Kleinsten zur Ablenkung bei.

„Vieles ist nur dank verantwortungsbewusster Spender möglich“, betonte Herr Professor Körholz und bedankte sich im Namen der jungen Patienten, ihrer Eltern und allen Mitarbeitern für das vorgezogene Weihnachtsgeschenk.

Bereits in der Vergangenheit sei es der Firma Konvekta immer wieder ein Anliegen gewesen, die Kinderkrebsstation zu unterstützen, sagte Herr Schmitt: „Da sich ein Projekt in Indonesien aktuell verzögert, war es uns als Konvekta - C.H. Schmitt-Stiftung möglich, der Station für ihre beispielhafte Arbeit kurzfristig einen größeren Betrag zur Verfügung zu stellen.“

Seit 2004 fördert die Konvekta - C.H. Schmitt-Stiftung verschiedene Projekte, darunter ein Kinderhaus für Tsunami-Waisen in Medan, Sumatra. Weiterhin beteiligt sich die Stiftung bei der Sprachförderung von Kindern mit Migrationshintergrund, unterstützt eine türkische Studentin und vergibt im Zusammenhang mit der Schriftenreihe Kulturgut der Schwalm Stipendien. Erst vor Kurzem fiel der Startschuss für die Aktion „Blühende Landschaften zur Artenschutzerhaltung“ im Schwalm-Eder-Kreis. (pm)